Pressemitteilung der Uni Dresden


In Anerkennung seiner bauwirtschaftlichen Verdienste, seiner
außergewöhnlichen Leistungen bei der Finanzierung des Wiederaufbaus der
Dresdner Frauenkirche sowie in Würdigung seines Engagements als
Vorsitzender des Kuratoriums der Technischen Universität Dresden erhält
Bernhard Walter am 18. März den Titel "Doktor der
Ingenieurwissenschaften Ehren halber" (Dr.-Ing. E. h.). Die
Ehrendoktorwürde wird Walter auf Antrag der Fakultät Bauingenieurwesen
verliehen. Der Dekan der Fakultät, Prof. Rainer Schach, wird bei der
Ehrenpromotion im Festsaal des Rektorats nach der Begrüßung durch den
Rektor der TUD, Prof. Hermann Kokenge, die Laudatio halten. Der
Ehrenpromovend wird einen Vortrag halten zum Thema "Bürgerschaft – nicht
nur am Beispiel der Frauenkirche in Dresden".

 

Bernhard Walter wurde 1942 in Markgröningen (Baden-Württemberg) geboren;
sein Berufsleben begann er 1958 als Lehrling bei der Dresdner Bank in
der Filiale Ludwigsburg. 1981 wechselte er in die Zentrale nach
Frankfurt. Sechs Jahre später wurde er zum Vorstand befördert, dem er
bis 2000 angehörte, seit 1998 als Sprecher. Bernhard Walter ist Mitglied
im Aufsichtsrat mehrerer großer Unternehmen in Deutschland, unter
anderem Aufsichtsratsvorsitzender der Bilfinger Berger AG.

 

Als Mitglied des Vorstands der Dresdner Bank und seit 1994 als
Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Frauenkirche Dresden gab er
den Anstoß zum Eintritt der Dresdner Bank in das Projekt „Wiederaufbau
Frauenkirche Dresden“. Dank seiner Initiative wurde 1995 die „Aktion
Stifterbrief“ der Dresdner Bank ins Leben gerufen, durch die rund 70
Mio. Euro für den Wiederaufbau der Frauenkirche zur Verfügung gestellt
werden konnten. Dabei hat er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Dresdner Bank mit seinem Enthusiasmus so motivieren können, dass diese
nicht nur erfolgreich Spenden einwarben, sondern selbst mit 1 Mio. Euro
zum Aufbau der Frauenkirche beitragen konnten.

 

Die von Bernhard Walter organisierten Spenden für den Wiederaufbau eines
baugeschichtlich so herausragenden Gebäudes wie der Frauenkirche sind in
dieser Größenordnung einmalig und demonstrieren in eindrücklicher Weise
eine positive Symbiose von Finanzwelt, Bauwelt und Bauwirtschaft. Ohne
das persönliche Engagement und den unermüdlichen Einsatz von Bernhard
Walter in seiner Funktion als Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung
Frauenkirche Dresden wäre der Wiederaufbau kaum möglich gewesen. Mit
großer Geduld und Überzeugungskraft ist es ihm immer wieder gelungen,
auch kontroverse Vorstellungen zu Einzelfragen des Wiederaufbaus
einander anzunähern. Nach der Weihe der Frauenkirche im Oktober 2005 hat
Bernhard Walter zusammen mit der Dresdner Bank eine neue
Stifterbriefaktion für den Erhalt des Bauwerks und für die
Weiterentwicklung des Gotteshauses zum „Zentrum für Frieden und
Versöhnung“ gestartet.



Bernhard Walter ist Gründungsmitglied des Kuratoriums der TU Dresden und
seit Februar 1994 in seiner dritten Amtszeit auch dessen Vorsitzender.
Unter seiner Leitung gelang es, dieses durch das SächsHG vom 04. 08.
1993 neu geschaffene Gremium zu etablieren und zu einem gewichtigen
Beratergremium der TU Dresden zu entwickeln. In seiner fast
fünfzehnjährigen Amtszeit hat Herr Walter sich in vielfältiger Weise in
den Dienst der TU Dresden gestellt. Mit seiner Unterstützung gelang es
beispielsweise, ein durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank
gefördertes langjähriges Stipendienprogramm für Studenten der TU Dresden
für Aufenthalte an nordamerikanischen Hochschulen aufzubauen, einen
Studentenaustausch mit der Ohio-State-University für Studenten der
Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften zu organisieren sowie eine
„Poetik-Dozentur“ an der Fakultät Sprach-, Literatur- und
Kulturwissenschaften einzurichten.

 

Mit hohem persönlichen Engagement und unternehmerischem Sachverstand
unterstützte er nachdrücklich die Bemühungen der TU Dresden um mehr
Autonomie und eine flexiblere Haushaltsführung, für den Abschluss eines
Hochschulvertrages mit dem Freistaat Sachsen, einer Zielvereinbarung mit
dem SMWK sowie der Einführung eines Globalhaushaltes und der Kosten- und
Leistungsrechnung an der TU Dresden. Als Mitglied des Aufsichtsrates des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus an der TU Dresden (1999 – 2002)
begleitete er auch die Änderung der Rechtsform der medizinischen
Einrichtungen der TU Dresden.

 

Informationen für Journalisten:

Dieser Text im Internet:
http://www.tu-dresden.de/biw/news/2009/ehrenpromo-walter.htm
Das Bild in Druckqualität:
http://www.tu-dresden.de/biw/bilder/bernhard-walter_print.jpg
Ulrich van Stipriaan
Fakultät Bauingenieurwesen an der TU Dresden
Tel.: 03 51  463-39169
Fax: 03 51  463-37104


 

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