Pressemitteilung der Uni Dresden


Nichtrauchen liegt nach wie vor im Trend! Bei immer mehr Raucherinnen
und Rauchern steht der Wunsch rauchfrei zu werden ganz oben auf der
Liste der Ziele. Vor allem immer mehr junge Menschen möchten von der
Zigarette loskommen. Dennoch gibt es viele Menschen, denen es schwerer
fällt auf die Zigarette zu verzichten, als anderen. Wer einen hohen
Zigarettenkonsum viele Jahre hinweg hat, den hat die
Zigarettenabhängigkeit  oft völlig im Griff. Hier braucht es häufig
mehrere Anläufe, bis man es endgültig schafft mit dem Rauchen aufzuhören.

 

Viele Raucher und Raucherinnen warten mit dem Aufhören bis „der richtige
Moment“ gekommen ist, bis es im Kopf „Klick“ macht oder aber bis die
Zeiten nicht mehr so stressig sind. Doch wann kommt dieser Moment, wann
macht es Klick oder wird das nächste Jahr etwa wirklich stressärmer? Die
Wahrscheinlichkeit für einen langfristigen Erfolg ist größer, wenn man
sich gründlich auf das Leben ohne Zigarette vorbereitet und sich einen
festen Rauchstopptag festsetzt. Es ist daher sehr empfehlenswert, sich
von Experten unterstützen zu lassen und den Start ins rauchfreie Leben
z.B. in Gruppenkursen zusammen mit Gleichgesinnten in Angriff zu nehmen.
Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wurden in
Deutschland 1.422 Rauchstoppkurse des ‚Rauchfrei Programms’ im Jahr 2008
durchgeführt. In den letzten zwei Jahren konnten knapp 15.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht werden.

 

Die Rauchstoppkurse basieren auf dem vom IFT Institut für
Therapieforschung in Zusammenarbeit mit der BZgA entwickelten
„Rauchfrei-Programm“. Sie wurden nach den neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen zur Tabakabhängigkeit und Tabakentwöhnung gestaltet.
Wichtig ist, dass den Kursen die sogenannte Schlusspunkt-Methode
zugrunde liegt, wonach alle Beteiligten nach der 4. Kursstunde definitiv
mit dem Rauchen aufhören. In den ersten Kursstunden wird deshalb der
Rauchstopptag ausgiebig vorbereitet, so dass die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer gut gewappnet und voller Vorfreude das rauchfreie Leben
genießen können. Laut BZgA haben 81 Prozent der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer damit Erfolg und sind nach Kursende rauchfrei. Sechs Monate
nach Kursablauf greifen 38,0 Prozent auch weiterhin nicht zur Zigarette.
Dies ist im Vergleich zu anderen Programmen ein hervorragendes Ergebnis.

 

Angeboten wird das „Rauchfrei-Programm“ von der Raucherambulanz der TU
Dresden, eine gemeinsame Initiative der Professur für Suchtforschung
(Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Dresden),
der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UKD und der Sächsischen
Landesstelle gegen die Suchtgefahren e.V. Weitere Kurse finden Sie unter
www.rauchfrei-programm.de <http://www.rauchfrei-programm.de/>. Die Kurse
werden laufend im Hinblick auf ihren Erfolg wissenschaftlich untersucht.

Im Rahmen einer Forschungsstudie an der TU Dresden werden derzeit
aufhörwillige Raucher gesucht. Für viele ist die Zigarette eine
Möglichkeit Langeweile zu überbrücken oder Ärger zu regulieren. Die
Studie untersucht daher wie sich der Nikotinentzug auf die Emotionen und
Stimmungen auswirkt. Ein weiteres Phänomen besteht darin, dass viele
erfolgreiche „Ex-Raucher“ nach ihrem Rauchstopp an Gewicht zulegen.
Bislang ist nur unzureichend erforscht, wie das Nikotin in den
Stoffwechsel eingreift und welche Veränderungen nach einem Rauchstopp
vonstatten gehen.

Interessenten können sich unverbindlich informieren und kostenloses
Informationsmaterial anfordern unter: 0351 463-39800 oder unter
www.raucherambulanz.tu-dresden.de
<http://www.raucherambulanz.tu-dresden.de/>.

 

Kontakt für Journalisten:
Technische Universität Dresden
Forschungsbereich Suchtforschung
Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie
Dipl.-Psych. Claudia Kufeld
Tel.: 0351 463-39826

 

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